Werte-Karten-Set 136

Mit den Kartensets „konstruktive Werte“ kann spontan in einer dafür passenden Gruppe/Runde gespielt (gearbeitet) werden.

Besonders geeignet ist diese Variante für kleine Teams in Organisationen und Sportmannschaften.

Anleitung (Variante 5 Karten)

Eine gute und erprobte Variante

Spieldauer: ca. 1-2 Stunden

Anzahl Mitspieler: 3-12

Benötige Materialien: Kartenset „konstruktive Werte“ (136 Stk.) plus optional Kartenset „destruktive Attribute“.

Jeder Spieler (Anwesende, Workshop-Teilnehmer, Mit-Spieler [MS], Teilnehmer etc.) bekommt 5 Werte-Karten willkürlich aus dem Stapel. Er darf von diesen 5 Karten 2 Stück behalten, die nach seiner Meinung am besten zu ihm passen bzw. ihm sehr wichtig sind.

Anschließend muss er die restlichen 3 Karten an die anderen Mitspieler verteilen. Dabei wägt er ab, welche Karte am besten zum jeweiligen Mitspieler / Teilnehmer passt.

Insgesamt sollte – nach dieser Zuweisung von allen Teilnehmern / Mitspielern – alles so gewichtet sein, dass jeder Teilnehmer möglichst dieselbe Menge an Karten besitzt, was aber nicht zwingend ist.

Wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist, muss jeder MS begründen, warum er/sie

  1. die beiden Werte behalten hat - und
  2. die jeweils zugeteilten Werte an die jeweilige (entsprechende) Person gegeben hat.

Hierbei sind Diskussionen und Infragestellungen aller MS erwünscht, aber kein absolutes Muss.

Zum Schluss sollte jeder MS die zu ihm passenden Karten vor sich liegen haben und damit zufrieden (relative persönliche Übereinstimmung) sein.

Hinweis: Diese Beschreibungen finden Sie auch im Begleitbuch zum WERTE-Spiel.

Werte-Karten-Set (127 Werte und 9 Wertesystem)
WERTESPIEL Kartenset mit 136 Karten
Werte-Karten-Set (127 Werte und 9 Wertesystem)
Werte-Karten-Set (127 Werte und 9 Wertesystem)


Listen der Werte-Arten mit Symbolen

Symbole für die Art des Wertes
Symbole für die Art des Wertes

Nachfolgend führen wir die auf den Spielkarten befindlichen Zuordnungen der Arten von Werten auf. Die jeweilige Liste der Begriffe finden Sie im Begleitbuch, die Definitionen aller Begriffe können im „Das große Buch der Werte“ nachgelesen werden.


Agile Werte

Ein Wert bzw. Begriff, der im sogenannten „Agilen Management“ (z. B. Scrum) Verwendung findet bzw. beachtet werden sollte.

Agiles Management, Projektmanagement und auch agile Unternehmenskultur sind nicht nur modern und gewünscht, sondern in vielen Bereichen und Branchen nachhaltig erfolgreich. Neben den sogenannten agilen Haltungen, Prinzipien und Praktiken gibt es „agile Werte“.

Hier ordnen wir einzelne Werte dem „agilen Management“ zu. Eine kurze, zweckbestimmte Beschreibung ist dem Begriff zugefügt. 

Hinweis: Die Liste der Begriffe findest Du hier oder im Begleitbuch, die Definitionen dieser Begriffe können im „Das große Buch der Werte“ nachgelesen werden.

Handlungsorientierte Werte

Diese Werte lösen entweder direkt Handlungen (Erleben) aus oder sie sind Bedingung, um in Aktion (Wertschöpfung) zu sein. Daraus erwachsen konstruierende Wertvorstellungen, die sich durch konkrete Handlungen ausdrücken.

Hinweis: Die Liste der Begriffe findest Du hier oder  im Begleitbuch, die Definitionen dieser Begriffe können im „Das große Buch der Werte“ nachgelesen werden.

Motivbasierte Werte

Zahlreiche Werte basieren auf Motiven. Also dem Grund (Beweggrund), sich für etwas zu interessieren, sich einzusetzen oder dies als wichtig und wertvoll anzusehen bzw. danach zu streben. So gibt es zahlreiche Werte-Begriffe, die allgemein als Werte verstanden, aber auch als Motiv bezeichnet werden können.

Konstruktive Motive sind mit der Absicht behaftet, einer sinnvollen (moralischen oder ethischen) Sache zu dienen.

Einige Werte-Begriffe sind in diesem Zusammenhang als „charakteristisch bewegend“ (motivierend) einzuordnen.

Hinweis: Die Liste der Begriffe findest du hier oder  im Begleitbuch, die Definitionen dieser Begriffe können im „Das große Buch der Werte“ nachgelesen werden.

Soziale Kompetenzen

Diese Werte stehen direkt oder indirekt (ergänzend oder auslösend) dafür, dass ein Mensch eine sogenannte „Soziale Kompetenz“ besitzt, um in der jeweiligen Kultur als soziales Wesen kommunizieren bzw. interagieren zu können. Mit einer bestimmten Anzahl an sozialen Kompetenzen wird man innerhalb einer Wertegemeinschaft akzeptiert und anerkannt.

Soziale Kompetenzen sind zum Beispiel die frühere „Kopfnoten“ in der Schule oder auch sogenannte „Skills“ in der Personalführung bzw. Personalentwicklung sowie präferierte Charakterstärken in den weit verbreiteten Persönlichkeitstests.

Hinweis: Die Liste der Begriffe findest du hier oder im Begleitbuch, die Definitionen dieser Begriffe können im „Das große Buch der Werte“ nachgelesen werden.

Tugenden

Eine Tugend ist eine positive Eigenschaft einer Person, welche meist von einer vorbildlichen Grundhaltung (Geisteshaltung) hervorgebracht wird. 

Die Tugenden werden von der Wertegemeinschaft vorgegeben. 

Im Idealfall ist ein tugendhaftes Verhalten, das persönliche und/oder soziale Bestreben einer Person, nach diesen festgelegten Grundwerten zu leben, die von der jeweiligen soziologischen Kultur vorgegeben sind.

In der philosophischen und theologischen Ethik bezeichnet der Begriff eine bestimmte Charaktereigenschaft, die erstrebenswert und nützlich ist. Ziel dabei ist, durch sittlich gutes Handeln sich selbst zu verwirklichen und darüber hinaus als Vorbild zu dienen.

Dementsprechend ist die Summe von bestimmten Tugenden, Bedingung, um in soziokulturellen Wertegemeinschaften akzeptiert zu werden bzw. Anerkennung zu erhalten.

Die als Tugend bezeichneten Eigenschaften (z. B. Aufmerksamkeit, Pünktlichkeit, Fleiß, Ordnungssinn, Treue) werden als „gewünschte“ Werte begriffen. Diese Werte werden dann als Tugend bezeichnet, wenn sie für die Allgemeinheit nützliche und wertvolle Ergebnisse hervorbringt.

Nachfolgend eine Liste von Werte, die in vielen Kulturkreisen als Tugenden angesehen werden.

Hinweis: Die Liste der Begriffe findest Du hier oder im Begleitbuch, die Definitionen dieser Begriffe können im „Das große Buch der Werte“ nachgelesen werden; insbesondere sind dort auch die sogenannten Kardinaltugenden[1] aufgeführt.



Fußnoten

[1] Eine Kardinaltugend (von lateinisch cardo = „Dreh- und Angelpunkt“) wird auch Primärtugend genannt. Ambrosius von Mailand (339 bis 397) verwendete den Begriff erstmals als „virtutes cardinales“. Thomas von Aquin (1225 bis 1274) deutete sie bildlich als „Angel“ (Türangel), an denen alle anderen Tugenden anhängen. Im heutigen Kontext kann eine Primärtugend auch als Grundwert bezeichnet werden, denn Tugenden stellen zumeist Wertvorstellungen dar. Die Summe der Kardinaltugenden der jeweiligen Epoche stellen wiederum Wertesysteme dar. Überlieferte Kardinaltugenden gibt es seit der Antike. Eine Liste der wichtigsten Kardinaltugenden (mit Zuordnung zu den Begründern) haben wir im „Das große Buch der Werte“ verfasst.